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Faust
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Schauspiel
von Johann Wolfgang von Goethe
180 min + 20 min Pause

Premiere: 29.September 2018
Inszenierung: Joerg Mohr
Regieassistenz: Isabel Torres
Bühne: Joerg Steve Mohr, Teresa Ungan, Bernd Spielbrink
Ausstattung: Teresa Ungan

Aufführungsrechte: theater am puls gGmbH, Schwetzingen

Es spielen:
Stefan Ebert, Michael Hecht, Laura Kaiser, Dustin Leitol, Jennifer Toman, Nikolas Weber, Jonas Werling
 

»Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust« Das Streben nach immer mehr - Geld, Sex, Wissen - die Sehnsucht nach dem Extremen - Schmerz und Lust - die unser getaktetes Leben aus seinem Alltag reißen soll, denn ein Stillstand wäre der Tod. Das Sehnen nach ewiger Jugend. So sucht Faust »was die Welt im Inneren zusammenhält«, doch er verläuft sich und mit ihm auch wir. Denn wir sind Faust. Es ist auch unsere Sinnsuche. Ihm zur Seite stellt Goethe Mephisto, der ihm zeigen und erklären soll, was das für eine Welt da draußen ist. Auch er ein Teil von uns, von Fausts Ganzem. Und das einzige was ihn retten könnte: Gretchen, die Liebe. Doch Faust in seinem unersättlichen Streben nach immer mehr, vernichtet das junge Leben. Rücksichtslos bewegt sich Faust durch die Geschichte, will »nicht rasten, will nicht ruhn« Goethes großartige Werk über die Hybris des Menschen ist kein Klassiker, sondern eine Vision. 

 

"Der Sommer geht zur Neige und Goethes Faust 1 betritt die Bühne des theater am puls in Schwetzingen. Da klingt bei vielen von uns im Ohr: „Habe nun ach …“ und das Studierzimmer von Dr. Faust mit Knochenschädel und Phiole tritt vor das innere Auge. Doch spätestens beim Besuch der Inszenierung von Joerg Steve Mohr erlebt jeder Zuschauer, dass dies nicht der Beginn der Tragödie ist. Nein, denn Theaterdirektor, Dichter und lustige Person werden bemüht, wie auch die himmlischen Heerscharen. Sie singen, summen, suchen, fragen und eröffnen die Weite des Stücks. Erst dann sitzt Faust im Sweatshirt und beginnt im Meer von gelben Textbüchern, zerknittert, verkrumpelt, also viel gelesen, sein „Habe nun ….“ und lässt es jäh enden, beginnt, sucht, stockt und blättert in den Heftchen, um fortfahren zu können. Ach! So sind wir Zuschauer schon zu Beginn, wenn Laptops, Mischpulte, Gitarren und Kabel das Heute ausgerufen haben, im Text von Goethe. Dieser Sprung, dieses spielerische Überwinden von fast 200 Jahren, dieses Erwecken zum Leben von toten Worten, durchzieht den Abend. Der alte Text geht nicht verloren, bleibt Wort für Wort aus Goethes Feder und lebt doch jetzt mit all den Themen, Irrungen und Wegillusionen, die wir heute kennen. Die Rollen sind verteilt, die Figuren stellen sich vor und es kommt, wie es kommen muss: Faust ist 30 Jahre jünger! Nicht Schminke oder Maske sind die Mittel des Regisseurs sondern Rollenwechsel. Es schlüpft Mephisto aus seinem Mantel und reicht ihn Faust, während Mephisto in der Textjacke Gretchen umwirbt. So löst sich auf, was klar konturiert scheint. Wir erleben sowohl die Einsamkeit des Teufels als auch das Drängen und Wüten des Doktors. 

Immer sind die Spuren von heute in die Wortfurchen des Früher eingekerbt. Der Ernst des Themas, das Ringen, Zerreißen, Suchen und die Einsamkeit der Figuren bleibt die ganze Zeit über bestehen. Eine sehr berührende, ergreifende und anregende Inszenierung des so alten und wichtigen Textes. "
Samiya Bilgin



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