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Mit Bombenfrau hat die kroatische Theaterautorin Ivana Sajko 2004 den Monolog einer selbstreflektierenden Selbstmordattentäterin geschrieben, eine tickende „Selbstmörderfrau“, die in einem überforderten Europa sich selbst verloren hat und in einen absurden Gedankenkreislauf mit sich selbst gerät.
Die Bombenfrau dekonstruiert sich dabei selbst, sie ist Opfer und Terror-Superstar zu gleich. Die Autorin möchte keine Heldin schaffen.
Ihre Figur ist keine von uns und gleichzeitig wir alle.
Man nennt sie Mona Lisa, sie streckt ihre Zunge raus und zählt die letzten Sekunden bis zur Explosion. Sie aktiviert unsere Vorstellungskraft und stellt unsere Annahme, dass wir im Besitz der Wahrheit sind, infrage.
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